2006/05/02

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Projekt Automatisierte Lagerlogistik

artefaktur

Unterstützung beim Softwareentwicklungsprozess mit Einführung von ACDK als Entwicklungsplatform. Eigenständige Realisation von Kundenprojekten im Bereich von automatisierte Lagerlogistik.

Zeit:2003/2004
Kunde:Mittelständisches Unternehmen für Lagerlogistik
Position:Troubleshooting, Entwicklung, Beratung, Projektrealisation
Technologien: C++, ACDK, SQL 2000, MFC, Fördertechnik, Materialfluss, Warenwirtschaft


Inhalt dieses Kapitels:

   Entwickleruntestützung/Entwicklung von Basiskomponenten
   Enwicklung eines automatisierten Test- und Simulationsumgebung
   Realisation eines Kundenprojektes Lagerverwaltung



 Entwickleruntestützung/Entwicklung von Basiskomponenten

  • Entwicklung von C++-Basiskomponenten für den Einstatz im Bereich Steuerung von automatischer Fördertechnik, Materialfluss, Lagerverwaltung auf Grundlage von http ACDK.
    Darunter:
    • Basiskontainer-Klassen.
    • Exceptionhandling.
    • Logging
    • IO
    • SQL, selects, updates, stored procedures/functions
  • Entwickeln von verbesserten Debugging (pdbutils).
  • Troubleshooting bei diversen Kundenprojekten.

 Enwicklung eines automatisierten Test- und Simulationsumgebung

Auf Grundlage einer Anlagenvisualisierungssoftware und rudimentären Simulationssoftware wurde eine automatisierte Simulations- und Testumgebung entwickelt.
Diese Testumgebung hatte folgende Ziele und Eigenschaften:
  • Funktionelle Abbildung aller Fördertechnikelemente, wie Förderbahnen, Regalbediengeräte, Umsetzer, Scanner, Waagen, etc. auf Protokollebene zur unterlagerten Steuerung (SPS 5, SPS 7).
  • Anpassbarkeit von projekt/kundenspezifischen Fördertechnik und Schnittstellen innerhalb der Simulation. Die Testumgebung muss eine Funktionsabdeckung der kundenspezifischen Materialfluss/Lagerverwaltungssoftware von 100% erreichen.
  • Projekt-/kundenspezifischen Anpassungen müssen ausserhalb der eigentlichen Simulationssoftware vorgenommen werden, ansonsten wird die Stabilität und Wartbarkeit der eigentlichen Simulations- und Testsoftware gefährdet.
  • Für jeden Funktionspunkt der Software wird ein entsprechender Unittest erstellt. Diese Unittests müssen wiederholbar sein. Die Simulationstests müssen demnach automatisierbar sein.
  • Die Erstellung der einzelnen Unittests muss begrenzten Aufwand und technischem Wissen erstellt werden.
  • Einbindung von interaktiven Elementen, wie etwa GUI Bedienersoftware.
  • Projekt-/kundenspezifischen Pflichtenheft, Testspezifikation und Testsuite müssen eine kontinuierbarer ableitbarer Prozess von Pflichtenhefterstellung mit den Kunden bis zur Inbetriebnahme der Software vor Ort ergeben.

Hieraus ergaben sich folgende Lösungen:
  • Entwicklung eines allgemeinen - fachunabhängigen - ereignisgesteuerten Simulationskernes.
  • Einbindung einer SPS-5/7-Simulation in den Simulationskern.
  • Pluginschnittstelle für die Simulation kundenspezifischer Fördertechnik.
  • Pluginschnittstelle für die Simulation der Schnittstellen zu Fremdsystemen, wie SAP oder andere Warenwirtschaftssystemen.
  • Pluginschnittstelle für erweiterte, ggf. projektspezifische Simulationskommandos
  • Kommandoschnittstelle für alle Simulationsbefehle. Die eigentlichen Skripte für die einzelnen Unittests werden in Batches (.cmd) definiert.

Die automatisierte Test- und Simulationsumgebung wurde in mehreren Projekten erfolgreich für die Entwicklung und Qualitätsicherung eingesetzt und wurde als Standardwerkzeug innerhalb des Unternehmens eingeführt.


 Realisation eines Kundenprojektes Lagerverwaltung

Ein niederländischer Lebensmittelkonzern setzte seit ca. 15 Jahren die Lagerlösung (Palettenfördertechnik, Regalbediengeräte für mehrfachtiefe Lagerung nebst SPS-Steuerung und Lagerverwaltung- und Materialflusssoftware) für ein vollautomatisches Tiefkühllager (-28 Grad Celsius) ein. Da die Anbindung an die Produktionlinien hardware- und softwaretechnisch überholt, in der Fördertechnik Erweiterungen notwendig wurden, sowie in dem Unternehmen SAP eingeführt wurde, wurde ein neue Software für die Steuerung und Verwaltung des Tiefkühllagers notwendig.
  • Erstellung ein Feinpflichtenheftes.
  • Anpassen des Materialflusses.
  • Erstellung der Produktionsanbindung.
  • Einbindung von Einlager- und Kontrollscanner.
  • Anpassungen der Bediener-GUI.
  • SAP-Anbindung.
  • Erstellung der Simulationstests.
  • Inbetriebnahme der Software.

Der Kunde zeigte sich sehr positiv überrascht, wie schnell und reibungslos die Inbetriebnahme der neuen Software durchgeführt werden konnte. So musste der der Betreiber sein Produktionsanlagen nicht herunterfahren und die neue Software konnte nach ca. 2 Stunden Installation und Datenübernahme von der alten Software produktiv bleiben.